Start Up der Woche

"Start-up-Steckbrief": Strudel trifft auf Sushi

16.06.2015 | 10:48 |  Bernadette Redl (DiePresse.com)

Wöchentlich stellen die Initiative i2b und „Die Presse“ ein junges heimisches Unternehmen vor. Zum Lust bekommen, Mut machen und Lernen von denen, die sich getraut haben.




Die Idee

Ein Stück Land für die Stadt: Mit seinem jungen Cateringunternehmen Landfenster–Bauernsushi bringt Gründer Gerald A. Hollaus Produkte von bäuerlichen Betrieben aus Niederösterreich und dem Burgenland nach Wien. Regional, traditionell und nachhaltig sind die Prinzipien des jungen Unternehmens. Nebenbei werden pro verkaufter Landfenster-Box zehn Cent für soziale Projekte gespendet.

Was ist neu daran?

100 Prozent regionale Zutaten und Produkte werden traditionell zubereitet und an heutige Ansprüche im Cateringbereich, etwa in Form von Flying Buffet oder Fingerfood, angepasst. Nirgendwo sonst wird wohl österreichischer Strudel in Form von Sushi serviert und mit Stäbchen gegessen.

Die größten Hürden

Für Hollaus war das Aufbauen eines Netzwerks und die Entwicklung der Produkte anfangs eine Herausforderung. „Jetzt freuen wir uns, da durch jedes Event der eine oder andere Gast die Idee für sein Unternehmen mitnimmt. Die Auftragslage ist schwankend, wird jedoch immer besser“, sagt der Jungunternehmer.

Entscheidungen, die der Gründer nicht mehr treffen würde

Im Nachhinein würde Hollaus Marketingaktionen besser überlegen und mehr Zeit mit den Kunden verbringen. Anfangs habe er sich stundenlang mit den letzten Details des Online-Auftritts beschäftigt. „Ein gewisses Auftreten ja, aber Perfektionismus sollte man ablegen.“

Das schönste Kundenerlebnis

Landfenster-Bauernsushi unterstützt den seit seiner Geburt schwer behinderten Phillip aus dem Weinviertel. „Einer der schönste Moment war nach einem Jahr das Spendengeld an unser Patenkind Philipp zu überreichen. Die Reaktion der gesamten Familie hat uns sehr berührt“, sagt Hollaus.

Das nächste Ziel

In Zukunft will der Gründer sein Cateringunternehmen über Wien hinaus, auch in anderen Bundesländern bekannt machen.